Weihnachten 2019

 🎄 🍪 Weihnachtskekse sind ein „MUSS“  🤭 😋

Wir befanden uns auf einer Überwinterungsreise und waren seit ein paar Tagen auf Sardinien.

Der Kalender zeigte den heiligen Abend an und unser bestes Weihnachtsgeschenk in Form eines geeigneten Stellplatzes hatten wir schon pünktlich am Vortag erhalten.

Wir standen glücklich und zufrieden auf einem, zugegeben recht maroden, doch immerhin einem ganz offiziellen Wohnmobilstellplatz, der sogar einen funktionierenden Wasserhahn hatte.

Wir empfanden es als absoluten Glücksfund, da er für einige Tage am Stück unbesorgte Unterkunft bot und zudem war „Wasser am Platz“ immer ein ganz besonderes Highlight.

Der ruhige Stellplatz lag an einem Ortsrand und bot Blick auf ein Neubaugebiet.

Außer uns war Niemand dort, nur ab und an fuhr ein, meist freundlich winkender, Bewohner der gegenüberliegenden Reihenhäuser vorbei.

Wir genossen gerade unser „Sein“ leicht bekleidet in der Sonne liegend und ließen die Gedanken schweifen.

Wohlige Wärme, Ruhe, Frieden, …. die Gedanken nahmen ihren Lauf und blieben wohl plötzlich bei der Vorstellung einer weihnachtlichen Atmosphäre stehen.

„Kekse“  🙂 …. Kekse sind doch echt notwendig,  ja geradezu ein „MUSS“  an Weihnachten oder ?!“ erschallte plötzlicher ein Ausruf vom nebengelegenen Liegestuhl.

„Ja, stimmt, irgendwie schon ….

…… doch wie backt man welche ohne Zutaten und ohne Backofen?“ war die Reaktion.

Gedanken nahmen ihren Lauf und so wurde kurzum ein Plan geboren, der natürlich schon bald in die Umsetzung ging.

Es fehlte Mehl, es fehlte Hefe, es fehlte eigentlich alles was eine Weihnachtsbäckerei normalerweise zu bieten hatte, doch DAS sollte diesen unumstößlichen, wichtigen Plan nicht zerstören.

Nun galt einfach nur „ rann an die Kofferraumküche und schauen, was sich dort alles so zum Kekse backen taugliches finden lies“, zumal die Supermärkte schon geschlossen waren.

Eier, Zucker, Honig, Schokolade, Fenchel, Anis und kurz zuvor erworbenes Maronenmehl (ein ganz neues Produkt in unserer Welt und wir wussten seinerzeit nicht wie, bzw. wonach solch ein Mehl schmeckte) wurden hervorgezaubert, zudem gab es eine Bratpfanne mit Deckel, das Werk konnte also beginnen.

Derweil eifrig ein Teig entstand und der Herd eingeheizt wurde begab ich mich auf, die Gegend zu erkunden, denn bei solchen Taten wurde meiner Erfahrung nach  weder ein Rat noch eine Anwesenheit begrüßt.

Später, zurück am Gespann, empfang mich dann ein leichter Brandgeruch und es wurden mir sogleich mit stolzem Blick ein paar „selbst gebackene Kofferraumküchenkekse“ zum Probieren angeboten.

Da lagen „SIE“  feierlich in einer kleine Box.

Mittelgroße, braune, eher etwas unkeksmäßig aussehende rechteckige Klötzchen lächelten mich an.

Sie konnten allerdings genaugenommen auch durch obiger, durchaus „lieb gemeinten positiven Beschreibung“ keinen wahren Ruhm ernten, fand ich schnell heraus.

Gleich der erste kleine Biss erzeugte ein leichtes Brandaroma auf der Zunge und in der Tiefe kam eher die Erinnerung an geräuchertem Schinken als an Kekse herauf.

Nach dem Motto Augen zu und durch gelangen immerhin drei weitere Knabberbisse, doch außer der Wahrnehmung eines Hauchs Anis, Fenchel und Honig fanden meine Geschmacksknospen kaum etwas weihnachtlich Anmutendes.

Neee, echt nicht … bäh, pfui …. da half auch das „beste Wollen“ nicht und die zugegebenermaßen lustige Probierzeit fand ein Ende, indem die Reste des steinharten Probeklötzchens prustend und lachend den Weg in die Freiheit fanden.

Der Bäckermeister selber hingegen fand sein Werk „gar nicht so übel“ und meinte durchaus zufrieden, ER würde sie dann eben ALLE ALLEINE essen.

Der mutiger Mann, der alles kann ……

auch stolz seine misslungenen Kreationen vertilgen,

genoß somit tapfer in den nächsten Tagen alle seine Kekse zum Kaffee.

 

Teilweise wurden sie getunkt, … nee, falsch … sie wurden sogar mutig in die Kaffeetasse geworfen, um dann Kaffeetropfend wie eine Delikatesse verspeist zu werden ….                                                         eine wahrlich heldenhafte Tat fand ich und der, der weiß wie Maronenmehl schmeckt, kann es sicher nachvollziehen.

Damit endet diese Weihnachtsgeschichte aber noch nicht, denn das Leben birgt immer wieder unfassbare Überraschungen.

Eine Hausbewohnerin, deren Fenster ein Blick auf uns bot, verspürte „wer weiß warum???“ den Drang uns Gutes zu tun, kam herüber und wir bekamen   EINFACH SO   als Geschenk ein Papiertablett voller wunderschön anzusehenden und sehr wohlschmeckenden Kekse,

denn  DIE  dürfen wirklich nicht fehlen am heiligen Abend und das Leben findet immer einen Weg 🤗

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